Großes Weihnachtsliedersingen in Minden
Premiere am 21. Dezember in der Kampa-Halle – Kirchen, Stadt und Partner aus der Region laden alle Generationen zum Mitsingen ein
Am Montag, 21. Dezember, wird die Kampa-Halle zum großen Weihnachtswohnzimmer für Minden und die ganze Region. Ab 17.30 Uhr kommen dort Kinder, Eltern, Großeltern, Freunde und Nachbarn zusammen. Rund 75 Minuten lang singen sie gemeinsam Weihnachtslieder. Wo sonst jede Familie für sich unter dem Tannenbaum singt, erheben sich hier Tausende Stimmen zu einem großen Chor. Für viele ist das ein besonderer Moment der Gemeinsamkeit kurz vor dem Fest.
Das Programm verbindet vertraute Klassiker mit neuen Weihnachtsliedern und richtet sich an Jung und Alt. Die Lieder sind so gestaltet, dass alle sofort mitsingen können. Die Texte werden groß auf LED-Leinwänden eingeblendet. Niemand braucht ein Liederbuch oder Chorerfahrung, jede Stimme zählt.
Ungewöhnlich ist schon der Aufbau: Die Bühne steht mitten in der Halle, am Mittelkreis des Handballfelds. Ringsum sitzt das Publikum. „Das Weihnachtssingen ist keine Show, bei der alle nach vorne schauen und den Menschen auf der Bühne folgen“, sagt Marcel Volkmann, Vorstand der Stiftung Creative Kirche, die das Weihnachtsingen veranstaltet. „Im großen Rund sehen und hören sich die Menschen gegenseitig. Das Publikum ist der eigentliche Chor.“ Für Volkmann, der in Minden lebt und aufgewachsen ist, schließt sich damit ein Kreis: „Ich erinnere mich noch gut, wie wir als Kinder in der Kampa-Halle die Lieder von Rolf Zuckowski mitgesungen haben. Viele, die damals als Kinder dabei waren, kommen heute mit ihren eigenen Kindern oder Enkeln. Wenn Eltern und Kinder Seite an Seite singen und die Großen die Lieder von früher wiedererkennen, ist das für mich Weihnachten.“
Angeleitet wird das Singen nicht nur von Profis: Neben Band und Solisten sind auch Gruppen aus der Region Teil des vielfältigen Programms. Die Michael-Ende-Schule Hahlen bereitet ein sehr unterhaltsames Krippenspiel vor. Wer dabei die Weihnachtsgeschichte liest, bleibt bis zum Abend ein Geheimnis. Junge Solistinnen und Solisten aus der Region stehen ebenfalls auf der Bühne. Die Chorleiterin Karolin Koldehoff kommt mit dem Kinder- und Jugendchor der Freilichtbühne Porta Westfalica. Für sie ist es ein Dezember mit doppeltem Höhepunkt, denn bereits am 12. Dezember dirigiert sie in der Kampa-Halle gemeinsam mit Nils Fricke den großen Projektchor des Chormusicals „Bethlehem“. „Ich habe noch nie erlebt, dass jemand mit schlechter Laune nach Hause geht, nachdem er gemeinsam gesungen hat. Das ist einfach ein Gute-Laune-Boost“, sagt Koldehoff. „Wenn die Kinder auf der Bühne den ersten Ton anstimmen und Tausende Menschen einsetzen, bekomme ich Gänsehaut. Gerade in diesen Zeiten sind verbindende Dinge wichtiger denn je.“
Hinter dem Weihnachtssingen steht ein breites Bündnis aus der Region. Die Evangelische Kirche von Westfalen, das Erzbistum Paderborn und die Stiftung Creative Kirche tragen das Projekt gemeinsam. Vor Ort sind der Pastorale Raum Mindener Land, die St. Marien Gemeinde und die Kirche im Glacis dabei. Unterstützt wird die Veranstaltung außerdem vom Kulturbüro der Stadt Minden, der Stiftung Diakonie Salem und der Volksbank in Ostwestfalen eG. Charity-Partner ist die Christoffel-Blindenmission (CBM). Medienpartner sind das Mindener Tageblatt und Radio Westfalica.
Projektpate ist Mindens Bürgermeister Peter Kock: „Gerade in einer Welt, die oft von Hektik und vielen Herausforderungen geprägt ist, sind Momente des Miteinanders besonders wertvoll.“ Gemeinsames Singen schaffe etwas Einzigartiges: „Es überwindet Unterschiede, stärkt das Wir-Gefühl und lässt Menschen aller Generationen spüren, dass sie Teil einer starken Gemeinschaft sind.“ Kock unterstützt das Projekt gerne, „weil es wichtige Werte fördert: Miteinander statt Nebeneinander, Begegnung statt Isolation und Gemeinschaft statt Ausgrenzung.“
Auch für die Volksbank in Ostwestfalen passt das Weihnachtssingen zum eigenen Selbstverständnis. „Als Genossenschaftsbank wissen wir: Gemeinsam erreicht man mehr. Genau das erleben die Menschen beim Weihnachtssingen – zusammen entsteht etwas Großes“, sagt Kirsten Weigelt, Regionalleitung bei Volksbank in Ostwestfalen eG und Vorständin der VB Stiftung-Mindener Land. „Unser Engagement für die Region ist Ausdruck unserer genossenschaftlichen Werte. Wir möchten Menschen und Projekte in unserer Heimat stärken. Deshalb unterstützen wir gerne ein Angebot, das Familien, Kinder und alle Generationen zusammenbringt und für möglichst viele erschwinglich ist.“
Willkommen sind alle: Familien, Freundeskreise, Kita-Gruppen, Schulklassen, Chöre, Gemeinden und Einzelne. Dank der Partner gibt es Tickets schon ab 6 Euro, im Express Ticketbüro und unter www.weihnachtssingen-minden.de.