Das Vereinsprojekt ist eine Umweltaktion, die jedes Jahr vom Kanuverein gemeinsam mit der Gesamtschule durchgeführt wird. Dabei wird die Else in Bünde am Aktionstag von Kindern und Jugendlichen mit Kajaks und Canadiern befahren und von allerlei Unrat befreit. Unterstützt werden die jungen Umweltschützer dabei von Lehrkräften, Trainerinnen und Trainern sowie weiteren Ehrenamtlichen. Die Entsorgung des gesammelten Mülls übernimmt die Stadt Bünde. „Die Jugendlichen erleben, dass ihr eigenes Handeln einen sichtbaren Unterschied macht. Sie übernehmen Verantwortung für ihre Umwelt und entwickeln ein nachhaltiges Bewusstsein für Ressourcenschutz und Müllvermeidung. Die direkte Erfahrung stärkt ihre Handlungskompetenz und zeigt ihnen, dass gesellschaftliches Engagement nicht abstrakt sein muss, sondern direkt vor der eigenen Haustür beginnt“, heißt es in der Projektbeschreibung.
Für diese Idee wurde der Verein jetzt von der Volksbank in Ostwestfalen und dem Kreissportbund Herford mit dem großen „Stern des Sports“ in Bronze auf lokaler Ebene ausgezeichnet. Der Preis ist die wichtigste deutschlandweit vergebene Auszeichnung für das gesellschaftliche Engagement von Sportvereinen. Übergeben wurde die Auszeichnung im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Veranstaltungsraum der Volksbank in Bad Oeynhausen-Eidinghausen durch den Volksbank-Vorstand Peter Scherf und den Kreissportbund-Präsidenten Ulf-Cord Dreier. Neben der großen Sterne-Trophäe in Bronze und einer gerahmten Urkunde erhält der Verein für diesen Erfolg auch 1.500 Euro Preisgeld.
Insgesamt 36 spannende Vereinsprojekte aus dem Geschäftsgebiet der Volksbank in Ostwestfalen wurden in diesem Jahr lokal auf Bronzeebene eingereicht, und damit sogar fünf mehr als noch im Vorjahr. Alle lokalen Sieger ziehen in den Entscheid der Landesjury beim Wettbewerb um die „Sterne des Sports“ in Silber ein. Hier winken dann nicht nur weitere Preisgelder, sondern auch die Chance auf die Qualifikation für die Bundespreisverleihung der „Sterne des Sports“ in Gold im Januar in Berlin.
Unter den Wettbewerbsbeiträgen aus dem Kreis Herford begeisterte das Spenger Umweltprojekt die siebenköpfige Sterne-Jury am meisten. Doch auch die weiteren eingereichten Projekte zeigten eine faszinierende Bandbreite gesellschaftlichen Engagements. Im Rahmen der Preisverleihung wurden alle eingereichten Beiträge von den Moderatoren Michael Kolm und Tanja Steinbach nochmal umfassend vorgestellt und mit jeder Menge Applaus gewürdigt.
Der zweite Platz, ein kleiner „Stern des Sports“ in Bronze und 1.000 Euro Preisgeld ging an den Bünder Turnverein Westfalia. Im ausgezeichneten Projekt „Gemeinsam nachhaltig in Bewegung“ werden zusätzlich zum vereinsweiten Umwelttag mit Bildungs- und Spielangeboten auch unterjährig ökologische Maßnahmen dauerhaft im Sportbetrieb verankert – von der ressourcenschonenden Modernisierung der Sportstätten über Digitalisierungsmaßnahmen und einer Tauschbörse bis hin zur Einführung von Wasserspendern zur Reduzierung von Einwegplastik wird hier im Bereich Nachhaltigkeit viel bewegt.
Ganz im Zeichen der Inklusion steht das Projekt „Vielfalt in Bewegung“ der GBSG Herford, das gemeinsam mit der Turngemeinde Herford organisiert wird. Ziel ist es, Menschen mit und ohne Behinderung durch den Sport zusammenzubringen, soziale Teilhabe zu fördern und Begegnungen auf Augenhöhe zu schaffen. Hierfür gab es den dritten Platz mit dem kleinen „Stern des Sports“ in Bronze und 500 Euro Preisgeld von der Volksbank.
Auf großes Interesse bei den Vereinsvertretern stieß im Rahmen der Preisverleihung auch der Besuch von Vertretern der Turngemeinde Herford, die im vergangenen Jahr mit ihrem „Vereinshelden“-Projekt zur Stärkung des Ehrenamtes den Sieg auf Bundesebene erreichten – 10.000 Euro Preisgeld und ein Treffen mit dem Bundespräsidenten inklusive. Im Rahmen eines Interviews zeichneten die letztjährigen Sieger nochmal den Weg von der lokalen Ehrung über die Landesebene bis hin zur großen Preisverleihung in Berlin nach und standen auch beim geselligen Abschluss der stimmungsvollen Veranstaltung noch Rede und Antwort.
Seit Jahren werden bei den „Sternen des Sports“ durch die Volksbank gemeinsam mit den Kreissportbünden ehrenamtliche Initiativen ausgezeichnet, die neben dem Sport zusätzlich eine besondere gesellschaftliche Wirkung entfalten. Die Preisverleihung bietet den Vereinen dabei eine Bühne, um sich und ihre Ideen einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Zugleich wird hier der Austausch unter den Vereinen gefördert, um voneinander zu lernen und das Ehrenamt in der Region weiterzuentwickeln. Die Bewerbungsphase für die neue Wettbewerbsrunde startet im April 2027.